Essen in der Schwangerschaft, Vorsicht bei bestimmten Lebensmitteln

Sie haben gerade erst von Ihrer Schwangerschaft erfahren und schon drehen sich Ihre Gedanken um das richtige Essen in der Schwangerschaft.

Aber woraus besteht richtig gesundes Essen in der Schwangerschaft?

Selbstverständlich ist jetzt gesunde Ernährung angesagt. Natürlich viel Fisch, Gemüse, Obst, mageres Fleisch und natürlich fettarme Milchprodukte gehören in der nächsten Zeit zu gesundem Essen in der Schwangerschaft. Allerdings gibt es auch einige Sachen, die Sie besser verzichten sollten. Das ist der Punkt, an dem es schwierig wird. Sie befinden sich jetzt in einem ganz besonderen körperlichen Zustand und sind während der Zeit der Schwangerschaft für Infektionen anfälliger. Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung ist insgesamt jedoch sehr gering, zumindest wenn Sie auf einige Dinge bei Ihrem Essen in der Schwangerschaft achten.

Ernährungsrisiken können Sie leicht vermeiden, wenn Sie sich gesund ernähren und sich an unsere Empfehlungen für gesundes Essen in der Schwangerschaft halten. Als werdende Mutter können Sie essen, was Sie mögen, solange Sie nur auf bestimmte Lebensmittel verzichten, die Ihrem Baby schaden können.

Auch auf Nahrungsergänzungsmittel könnten Sie theoretisch verzichten, wenn Sie sich ausgewogen und vollwertig ernähren. Allerdings ist es erwiesen, dass in Deutschland sowohl die Versorgung mit Omega- 3-Fettsäuren als auch mit Folsäure unter den Empfehlungen bleiben. Das liegt teilweise daran, dass diese Versorgung nicht nur unzureichend mit der Nahrung abgesichert wird, sondern trotz umfangreicher Aufklärung auch zu wenig Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Das kann natürlich auch an finanziellen Engpässen liegen. Bei der Wahl der Nahrungsergänzungsmittel können Sie sich auch mit Ihrer Frauenärztin/ Ihrem Frauenarzt oder auch Ihrer Hebamme beraten.Essen in der Schwangerschaft-gesund-schwanger.de-seefisch

Einfacher für Sie ist es jedoch, gerade bei den Omega – 3- Fettsäuren darauf zu achten, dass Sie für ein bis zwei Mahlzeiten pro Woche fettreiche Fischsorten auf dem Tisch haben. Das gilt sogar über die Schwangerschaft hinaus bis in die Stillzeit.

Ein Mangel an Omega – 3- Fettsäuren kann sich so auswirken:

  • Zunahme des Risikos unreifer Frühgeburten um 30 %
  • Zunahme von Risiko- Schwangerschaften um 60 %
  • verminderte Entwicklung visueller, motorischer und kognitiver Fähigkeiten Ihres Kindes bis ins 8. Lebensjahr

(Ernährungsrisiken, festgestellt in Studien von Prof. Dr. Berthold Koletzko der Abteilung für Stoffwechsel- und Ernährungsmedizin des Kinderspitals der Uniklinik München).

Nicht unterschätzen sollten Sie auch die Versorgung mit Jod und Eisen innerhalb Ihrer Schwangerschaft sowie ganz besonders mit Folsäure! Ein Mangel an Folsäure bewirkt eine Zunahme an neuronalen Defekten (siehe Schwangerschaftswoche 3).
In Deutschland, einem hochentwickeltem Land, ist es leider häufig noch so, dass Ernährungsrisiken entstehen durch das Mästen der Babies im Mutterleib durch zuviel Kalorien und einer Unterversorgung durch zuwenig Mikronährstoffe. Daher ist nicht nur eine weiteres Ernährungsrisiko die Entstehung von Diabetes, sondern auch ein ernstzunehmendes Problemthema (nach Aussagen von Prof. Klaus Vetter, Chefarzt der Klinik für Geburtsmedizin am Vivantes  – Klinikum in Neukölln).

Neben der Unterversorgung sollten Sie auch auf keinen Fall die Ernährungsrisiken für Sie und Ihr ungeborenes Kind außer acht lassen, die durch eine übermäßige Aufnahme der nachfolgenden Mikronährstoffe entstehen.Essen in der Schwangerschaft-gesund-schwanger.de-koffein

Vitamin A

Vitamin A ist wichtig für das Zell- und Gewebewachstum, ein Zuviel allerdings schadet Ihrem ungeborenen Kind. Im ersten Drittel der Schwangerschaft verzichten Sie deshalb besser auf den Verzehr von Leber. Ab dem zweiten Drittel können Sie Leber essen, aber maximal 1x pro Woche.

Alternativ können Sie Vitamin A aufnehmen durch:

  • Milchprodukte
  • Eigelb
  • Möhren
  • grünblättriges Gemüse.

Koffein

Koffein hemmt die Eisenaufnahme und verengt die Blutgefäße Ihres ungeborenen Kindes. Auch das Risiko einer Fehlgeburt steigt dabei. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt:

  • max. 300 mg Koffein pro Tag = 3 Tassen Kaffee oder 6 Tassen Tee
  • keinen Kaffee, wenn Sie viel schwarzen Tee trinken
  • auch weniger grünen Tee trinken, er enthält ebenfalls Koffein
  • vermeiden Sie Energiedrinks und Cola, diese enthalten deutlich mehr Koffein als Kaffee.

Essen in der Schwangerschaft-Ernährungsrisiken

Neben den Ernährungsrisiken durch Unter- und Überdosierung von Nährstoffen gibt es auch solche, die durch Aufnahme bestimmter Lebensmittel eine Infektionskrankheit auslösen können. Zu den Ernährungsrisiken, welche durch das Essen in der Schwangerschaft hervorgerufen werden können gehören die Salmonellenvergiftung und auch die Toxoplasmose und die Listeriose, welche Schäden bei Ihrem ungeborenem Kind auslösen können.

Toxoplasmose-ausgelöst durch Essen in der Schwangerschaft

Normalerweise ist diese eine harmlose Infektionskrankheit ohne größere Beschwerden. Viele Frauen haben sich im Laufe ihres Lebens schon einmal damit infiziert und daher Antiköper im Blut. Kritisch wird es nur, wenn Sie keine Antikörper haben. Hier kann die Toxoplasmose für Ihr Ungeborenes gefährlich werden, und es kann zu einer Früh- oder Totgeburt kommen. Folgeerkrankungen für Ihr Kind sind auch Schäden am Zentralnervensystem und an den Augen. Sollten Sie eine Erstinfektion in der Schwangerschaft haben, müssen Sie daher unbedingt Antibiotika einnehmen! Welche weiteren Auswirkungen die Toxoplasmose auf Ihr Baby haben kann und wie Sie sich im Alltag vor dieser Infektion schützen können, lesen Sie in Schwangerschaftwoche 12.

Wenn Sie also nicht immun gegen eine Toxoplasmose sind, sollten Sie bei der Ernährung jegliches Risiko ausschließen und

  • nur gut durch gebratene, gekochte und vollständig durch geräucherte Fleisch- und Wurstwaren essen
  • immer Ihre Hände waschen nach dem Zubereiten von rohem Fleisch
  • jegliches Gemüse und Obst aus dem Garten gründlich waschen.

Essen in der Schwangerschaft-gesund-schwanger.de-toxoplasmose

Listeriose

Ein weiteres Ernährungsrisiko und Infektionskrankheit durch Essen in der Schwangerschaft ist die Listeriose. Diese kann in der Schwangerschaft ebenfalls zu Fehl- und Totgeburten führen.  Bei Ihrem Kind kann die Listeriose außerdem Meningitis (=Hirnhautentzündungen) zur Folge haben. Ausgelöst wird diese Infektionskrankheit durch sogenannte Listerien. Diese sind fast überall zu finden, vor allem aber in unverarbeiteten Lebensmitteln und Rohmilchprodukten. Meiden Sie in der Schwangerschaft daher

  • Rohmilch und Rohmilchprodukte
  • Weichkäse (z.B. Camenbert, Brie, Limburger, Romadur, Weinkäse u.a.)
  • Sauermilchkäse (z.B. Harzer Käse, Handkäse, Stangenkäse, Korbkäse u.a.)
  • die Rinde verschiedener Käsesorten (vorher abschneiden)
  • rohes und halbgares Fleisch (beim Kochen werden die Listerien abgetötet)
  • lange gelagerten Räucherfisch
  • ungewaschenes frisches Obst und Gemüse (günstig: Schälen und Erhitzen)
  • nicht wärmebehandelte Pasteten und Pasten aus Gemüse, Fisch, Fleisch
  • gekühlte Fertiggerichte, wenn Sie nicht richtig durchgegart sind
  • rohes Fallobst
  • kommerzielle Fertigsalate
  • Gemüserohkost von jauchegedüngten Böden

Salmonellenvergiftung

Essen in der Schwangerschaft-gesund-schwanger.de-risiken-ernaehrung-salmonellenEine Salmonellenvergiftung-ebenfalls ein durch Essen in der Schwangerschaft hervorgerufenes Ernährungsrisiko-wird durch Salmonellen ausgelöst wird. Salmonellen sind Bakterien, die den Magen- Darm- Trakt von Menschen und Tieren befallen. Für Ihr Kind sind sie nicht sehr schädlich, aber wenn Sie eine schwere Salmonellenvergiftung bekommen, kann dies zu einer Fehl- oder Frühgeburt führen. Verzichten Sie daher besser auf den Verzehr von:

  • Geflügel
  • Hackfleisch
  • Speisen mit rohen Eiern
  • Speiseeis.

Sie sehen, Essen in der Schwangerschaft ist ein sehr interessantes, nicht nicht immer ungefährliches und trotzdem sehr leckeres Thema der Schwangerschaft.

2 Responses to Essen in der Schwangerschaft

  1. Theresa sagt:

    Also diese Artikel hier sind großer Quatsch! Meine Mutti ist Kinderkrankenschwester und dazu muss ich mal ganz klar sagen: Blödsinn!
    Liebe Schwangere esst so viel Eis wie ihr mögt, weiterhin Cornflakes mit Milch, ganz viel Rührei wenn ihr das gern esst und weiterhin euer geliebtes Gehacktesbrötchen.
    Also wie wahrscheinlich sind Salmonellen im Speiseeis. Und wie wahrscheinlich ist Listeriose und Toxoplasmose. So ein Schwachsinn. Da haben mal wieder irgendwelche Forscher irgendwas erforscht und das Ergebnis sagt natürlich wie so oft in der Forschung unbedingt giftig ganz schlimm deshalb weshalb und darum.

  2. Theresa sagt:

    Denn wie oft liebe Leute, hört man z.b. ein Kaiserschnitt ist risikoreicher als eine natürliche Geburt oder wer einen Kaiserschnitt hatte hat keine so große Bindung zu seinem Kind. Oder ein Kind hat in seiner Seele wie es geboren wurden ist….quatsch und selbst wenn es das hätte dann ist ein Kaiserschnitt wenn auch was schönes. Also ich kenne keinen der sich an seine Geburt erinnern kann…klar im Grunde genommen ist das irgendwo schade…aber es ist eben so. Das Gehirn speichert ja schon Erinnerungen wenn es ein Fötus ist aber ca. ab 1 Jahr kann es die Erinnerungen für immer speichern. Bei manchen natürlich auch erst mit 2,3,4,5. Also ihr seht das ist alles genau so wenig war wie die Bakterien in Eis.

    Liebe Grüße, eine wundervolle Schwangerschaft mit reichlich Eis, Rohmilch, Eiern, Gehacktes, und abgewaschenem Fallobst vom Nachbarn.
    Und eine wunderschöne Geburt und genießt die Zeit mit eurem Schatz sie werden sooo schnell ganz ganz groß. ♡♥♡

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